Ausserhalb Deutschland geboren –
in der Fürther Geschäftswelt zu Hause

Sorgenkind Fürther Fußgängerzone

Seit ich in Fürth wohne, und das sind nun 11 Jahre, berichten die "Fürther Nachrichten" regelmäßig über das Sorgenkind Fußgängerzone. Die Schlagworte reichen von "sanierungsbedürftig" über "besorgniserregend" bis hin zu "Schönheitsfehler" und weisen auf die Krise im Einzelhandel hin. Etwas optimistischer klingt es bei dem Ruf nach neuen Impulsen, klaren Zielen und mehr Attraktivität.

Der wahren Liebe wegen

Die echten Fürthern nennen die Fußgängerzone liebevoll FuZo. Wenn Einzelhändler der Stadt die Treue halten, obwohl die Kaufkraft gering ist, muss es sich wohl um wahre Liebe handeln. Und das, obwohl die Konkurrenz groß ist. Dazu zählt generell die Ansiedlung von Geschäften am Stadtrand bei, vielerorts zur Verödung der Innenstadt führt. Hinzukommt die Nähe Nürnbergs mit ihren attraktiven und übersichtlichen Einkaufsmeilen.

Einzelhändler - hier geboren oder zugewandert?

Die Fuzo verrät vieles über die Einzelhändler, die sich der Stadt verbunden fühlen. Und hier bleiben wollen. Von Einheimischen geführte Geschäfte wechseln sich ab mit solchen, deren Inhaber ausserhalb Deutschlands geboren wurden und nun in der Fürther Geschäftswelt zu Hause sind. Auslagen und/oder der Name des Ladens vermitteln häufig etwas über ihre Herkunft. Diese sollte für den Ruf oder Erfolg im Geschäftsleben keine Rolle spielen.

Stattdessen muss es darum gehen, Kunden (wieder)zu gewinnen, sie gut zu beraten, das Sortiment auf die Kundenwünsche abzustimmen und schließlich das Angebot ansprechend zu präsentieren.
Das LOS-Projekt nimmt sich Letzteres vor und unterstützt Einzelhändler, die ausserhalb Deutschlands geboren - in der Fürther Geschäftswelt aber (noch) nicht richtig zu Hause sind.